Areal der Adensamer Textilfabrik, 2014

Die Adensamer Textilfabrik liegt in Groß-Siegharts im nördlichen Waldviertel. Sie wurde 1847 gegründet und steht seit der Schließung im Jahr 2000 leer. Zentrales Thema der Diplomarbeit ist die Konzeption einer neuen Nutzung. Herausfordernd dabei ist die Lage in einer strukturschwachen Region. Als große, innerstädtische Brachfläche besitzt sie jedoch enormes Entwicklungspotential.
Als Grundlage wurde eine Bauaufnahme mit aktuellen Bestandsplänen und einer konstruktiven Beschreibung durchgeführt. Anhand von historischen Plänen und literarischen Quellen, konnte die Baugeschichte der Fabrik weitgehend rekonstruiert werden. Die Möglichkeiten der Nachnutzung wurden in Szenarien entwickelt, die mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Das Konzept setzt anfänglich auf die Methode der Zwischennutzung und sieht eine Mischnutzung vor, die zur Aufwertung des Areals beiträgt. Zu einem festgelegten Punkt gehen die Szenarien in dauerhaft angelegte Nutzungen über, wobei vier mögliche Varianten aufgezeigt werden. Die Szenarien sind fiktiv, basieren aber auf realen Bedürfnissen und Potentialen des Ortes oder den baulichen Gegebenheiten der Fabrik. Im Entwurfsprojekt werden Ideen zur räumlichen Umsetzung des Nutzungskonzeptes gezeigt. Durch den partiellen Abbruch gelingt es, bauhistorisch wertvolle Gebäudeteile wieder zur Geltung zu bringen und die Belichtungssituation zu verbessern. Zielsetzung des Entwurfs ist auch die Reintegration ins städtische Umfeld und die Neuorganisation der Erschließung.