Vergleich der Untersuchungsergebnisse – Veränderung der Indikatorenwerte in den ausgewählten Gemeinden 2001–2011

Die kompakte Stadt ist ein wichtiges Leitbild der gegenwärtigen Stadtplanung und Stadtentwicklung und scheint weiterhin ein Erfolgsmodell zu sein. In den letzten Jahrzehnten zeigen sich in der Raum- und Siedlungsentwicklung jedoch unterschiedliche Prozesse. Im direkten Umland größerer Städte lassen sich meist starke Wachstumsregionen und Prozesse der Verstädterung und Suburbanisierung erkennen, hingegen in anderen Regionen Stagnations- und Schrumpfungsprozesse. Die kompakte Stadt wird derzeit als Leitbild unter beiden Rahmenbedingungen diskutiert. Im Mittelpunkt der Arbeit steht deshalb die Frage, was die kompakte Stadt unter den jeweiligen Rahmenbedingungen bedeutet, welche Indikatoren Kompaktheit und Dichte abbilden können sowie welche Unterschiede diesbezüglich in der Siedlungsentwicklung zwischen Gemeinden, unter den verschiedenen Rahmenbedingungen, bestehen. Um Erkenntnisse im Bezug auf diese Fragestellungen zu erhalten, werden, am Beispiel der Stadtregion Linz, Gemeinden unter verschiedenen Rahmenbedingungen mit Hilfe von Dichte- und Kompaktheitsindikatoren GIS-gestützt untersucht und Entwicklungen aufgezeigt. Dadurch sollen Einschätzungen vorgenommen werden, inwieweit und auf welche Weise eine Weiterentwicklung der Indikatoren vorgenommen werden sollte, so dass diese als Planungsinstrumente zur Erreichung einer kompakten und dichten Siedlungsstruktur noch effektiver eingesetzt werden können.