Grundriss OG 1, 1:500

Angesichts der Tatsache, dass Wiens Bevölkerung wächst und der zusätzlich benötigte Wohnraum über Stadterweiterungsprojekten geschaffen wird, stellt sich die Frage, wie die gründerzeitlichen Viertel verdichtet werden können. Sie sind bereits, im Gegensatz zu peripheren Entwicklungsgebieten, an vorhandene Infrastruktur angebunden und verfügen über ein hohes Potential für urbanes Leben. Um zu zeigen, welche Qualitäten in der bereits vorhanden urbanen Struktur neu geschaffen bzw. verstärkt werden können, werden mehrere Parzellen eines typischen ›Wiener Blocks‹ im 16. Bezirk, auf Grundlage zuvor definierter Parameter, ausgewählt und neu geplant. Es wird gezeigt, dass durch das Außerkraftsetzen der inneren Baufluchtlinie eine Vielzahl an Gebäude-, Erschließungs-, Wohnungs- und Freiraumtypologien ermöglicht werden, ohne dabei die Dichte des Bebauungsplanes zu unterschreiten. Zentrale Prämisse ist eine Architektur des Ermöglichens unterschiedlicher Wohnvorstellungen von Urbanität und Gemeinschaft. Der Entwurf ist eine exemplarische Planungsstrategie für zukünftigen Wohnbau in der gründerzeitlichen Rasterstadt.