Museum of Astronomy Nacht

Diese Arbeit behandelt den Entwurf eines multifunktionalen Astronomiemuseums in Chile. Die Aatacamawüste ist aufgrund ihres außergewöhnlich trockenen Klimas und klaren Himmels ein idealer Standort für ein Zentrum für Astronomen und Astronomiebegeisterte.
Aus formalen und ökologischen Gründen befindet sich das Musem unter der Erde, fügt sich behutsam in die Landschaft ein und stellt somit kein störendes Element in der Wüste dar. Die Gebäudekonfiguration bezieht sich auf Sternkonstellationen des Südhimmels und ist an die Bedingungen des heißen Klimas Chiles angepasst. Höfe dienen als Beobachtungsräume und Orte zum Entspannen, sie bieten einen geschützten Außenbereich. Ebenso wie die geneigten Dachplatten regulieren sie den Lichteinfall und die Innentemperatur des Museums. Tauwassernetze dienen dazu, die Bewässerung der begrünten Höfe zu gewährleisten. Durch Schiebewände kann der Grundriss geteilt werden, wodurch unterschiedliche Raumsituationen entstehen. So können neben dem Museumsbetrieb auch Veranstaltungen, wie Kongresse, stattfinden.
Das Zentrum wird sowohl am Tag für Ausstellungen als auch bei Nacht zur Observation des Sternenhimmels genutzt. Eine ›open air‹ Ausstellung rund um das Museum ist jederzeit für Besucher zugänglich. Das Museum soll für Bewohner und Touristen ein Ort des Lernen und Entdeckens sein und einen, vor den harschen Klimabedingungen der Wüste, geschützten Ort bieten.