Annual average growth rate of Philippine Regions between 2000–2010 and 1990–2000 (© Datengrundlage: NSO – National Statistics Office, 2010)

Die Arbeit beschäftigt sich mit informellen Siedlungen in der Metropolregion Manila (kurz: Metro Manila) auf den Philippinen. Informelle Siedlungen können zu den am stärksten benachteiligten Gebieten im urbanen Raum der heutigen Zeit gezählt werden. Metro Manila umfasst 17 zusammengewachsene Gemeinden und hat eine Einwohnerzahl von etwa 11,9 Millionen Einwohnern (NSO, 2010). Schätzungen zufolge gilt etwa ein Drittel aller Haushalte als informell. Abseits von Armut repräsentiert die Metropole den stärksten Wirtschaftsmotor für die gesamten Philippinen. Einen sichtlichen Gegensatz zu den informellen Wohnstätten stellen die aufstrebenden Viertel mit modernen Bürotürmen, Einkaufszentren und exklusiven Wohnhäusern in Metro Manila dar. Vor dem beschriebenen Hintergrund untersucht diese Arbeit Entwicklungsmöglichkeiten für die informellen Siedlungen in Metro Manila und diskutiert welche Herausforderungen einer Verbesserung der Lebenssituation aller Bewohner entgegenwirken. Die empfohlenen Handlungsansätze für Metro Manila behandeln im Besonderen den intensiven Siedlungsdruck der Metropole. Im Rahmen einer ausgleichsorientierten Raumplanung werden folgende Vorgehensweisen empfohlen: räumliche Dezentralisierung verfolgen, Umsetzung vorhandener Raumstrategien forcieren, effektiv leistbaren Wohnraum durch Anpassungen im sozialen Wohnbau schaffen, bauliche Modernisierung statt Neubau, Synergien zwischen Wohnakteuren schaffen, nutzerorientiert planen.