Ein Dorf – Fünf Situationen – Situationsbeschreibung der Interviewpartner, Lage der Einfamilienhäuser im Ort

Der Trend, aufs Land zu ziehen, mag gebrochen, das Wohnen in der Stadt wieder attraktiver geworden sein. Dennoch verbuchen viele Ortschaften, selbst jene in Randlagen von Metropolregionen, einen unverminderten Zuwachs von Einfamilienhäusern. Besonders außerhalb ›gewachsener‹ Ortsteile ist rege Bautätigkeit zu erkennen. Von Seiten der Planer wird diese Transformation dörflicher Strukturen mit dem Begriff der Zersiedelung gefasst. In der Regel negativ
besetzt, steht er für ›ungeregeltes‹ und ›unstrukturiertes‹ Wachstum. Ist dieser Prozess aber wirklich so regel- und strukturlos wie der raumplanerische Diskurs es nahelegt? Wäre nicht eher nach den Normen, Gesetzmäßigkeiten und Möglichkeitsbedingungen zu fragen, denen der ländliche Eigenheimbau unterliegt? Welcher Logik folgen eigentlich Häuslbauer? Welche Faktoren strukturieren ihre Entscheidungen? Warum wohnen Menschen überhaupt dort, wo sie wohnen?