Mischung aus Gouache und Federzeichnung, von Alexander Wielemans, Datierung vor 1889 (© www.bildarchivaustria.at)

Als gebürtige Timelkamerin war ich schon in meiner Kindheit vom Schloss Neuwartenburg fasziniert. In den letzten Jahren ist es in einer Art Dornröschenschlaf. Da sich das Schloss im Privatbesitz befindet und zum Teil noch bewohnt wird, ist dies wohl auch nachvollziehbar. Dennoch scheint sich der Schleier langsam, etwas zu lichten und auf Anfrage werden aktuell Führungen durch die Repräsentationsräume angeboten.
Dies ist Ausgangspunkt meiner Arbeit, denn die Zeit ist reif Neuwartenburg einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Arbeit befasst sich kurz mit der Geschichte des Schlosses und dessen Besitzern. Bereits bevor das Schloss gebaut wurde, gab es eine Wohnburg unweit der neuen Anlage deren Überreste bis heute bestehen. Ein essentieller Teil der Arbeit war den Ist-Zustand der Anlage zu erfassen, zeichnen und zu bewerten. Die Bestandsaufnahme beinhaltet ein Raumbuch, das Zimmer für Zimmer des Hauptgebäudes und der Nebengebäude kurz beschreibt. Zusätzlich geht die Bestandsaufnahme auch auf den äußeren Zustand der Gebäude ein. Es folgt eine Zusammenfassung der Geschichte des Parks sowie ein Konzept für die Gartenanlagen. Für die einzelnen Gebäudeteile wurde ein Konzept entwickelt, dass die Möglichkeit der Besichtigung des Schlosses ausbaut und es einem breiten Publikum zugänglich macht. Ziel war es, die Anlage zu einem Anziehungspunkt für Interessierte zu machen und behutsam vorzugehen und somit im Sinne der Denkmalpflege zu arbeiten.