Modell 1:1000 (© Institut für Architektur und Entwerfen, e 253.6 Abteilung für Gestaltungslehre und Entwerfe)

Burghausen ist eine alte Herzogsstadt im bayrischen Landkreis Altötting. Bekannt ist sie vor allem durch die 1051 m lange Burganlage, die die längste Europas ist und der Stadt ihren Namen gab.
Die Burg gliedert sich in sechs Höfe. Mein Bauplatz befindet sich am nördlichen Ende der Burg und schließt hier an den sechsten Hof an. Dieser Bereich der Burg hat sich im Laufe der Geschichte baulich am meisten verändert. Seit dem Abriss der Wehranlagen unter Napoleon und der Entstehung eines Besucherparkplatzes ist er zu einem nicht adäquaten Vorplatz geworden und lässt nichts mehr von seiner ehemals wichtigen, wehrhaften Funktion erkennen.
Mein Projekt soll zeigen, dass ein dezent gesetzter Eingangsbau, mit Funktionen, wie Hotel, Museum und Touristeninformation, einerseits das historische Ensemble in sich wieder mehr verknüpft und andererseits den Platz und die Burg touristisch aufwertet und belebt.
Ich entschied mich dafür, das komplette Volumen unter die Erde zu verlegen und lediglich den Eingangspavillon des Museums überirdisch anzusiedeln. Der Pavillon sitzt so, dass er nun anstelle der rekonstruierten Mauer steht und ihre Funktion als schließendes Element der Burg übernimmt. Das Belichtungsproblem wurde durch zwei unterschiedlich große Höfe gelöst. Durch eine Vertiefung des ehemaligen Wehrgrabens, der sich von Norden vor meinem Baukörper befindet, wird zum einen der Eingangsbereich des Hotels definiert, zum anderen der wehrhafte Charakter der Burg wieder gestärkt.