Kinematisches Modell, Bewegungsisometrie

Ausgangslage
Architekturziel ist stets der optimale Grundriss. Aber was ist optimal? Das Optimum ist auch in der Architektur eine ›Tochter der Zeit‹, also stets aus dem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext zu beurteilen. Der ideale Grundriss erfordert daher Adaptionsfähigkeit und einen hohen Flexibilitätsgrad.

Leitidee
Ein Architekturentwurf, der Flexibilitätsanforderungen des 21. Jahrhunderts unterstützt; in ihm überschlagen sich Grundrisse zu einem räumlichen Konstrukt, das als Gebäude hohe Flexibilität, Variabilität und Multifunktionalität bietet. Das Verweilen der Grundrissebenen in verschiedenen räumlichen Positionen soll einerseits eine zusammenhängende, großzügige Nutzung sowie andererseits eine Reduzierung dieser, im Zusammenführen zu einem kompakten Körper mit geringster Ausdehnung und Oberfläche, ermöglichen. Wechselnde räumliche Verschränkungen und Beziehungen ergeben so ein Gebäude-Spiel, das ein neues Denken für Abläufe und Nutzungen ermöglicht.

Konzept
Entwicklung einer Raumstruktur, die ohne Baumaßnahmen, spontan und verzögerungsfrei durch die Nutzer an wechselnde Anforderungen angepasst werden kann: Mittels Drehmechanismen eine kompakte, geschlossene, einreihige Form auflösen; dadurch die Öffnung der Grundform, die Erweiterung der Flächen und die Bildung zusätzlicher Ebenen ermöglichen. Zentraler Objektkern für Objekterschließung und Versorgungsleitungen, herum ein Flächensystem seitlicher und mittlerer Flächenelementen sowie Drehmechanismen mit Dreharmen der Ausschubsflächen.