Masterplan, Erschließung, Hügelgebiet

Basierend auf dem Ideenwettbewerb eines lokalen Architekten befasst sich das Projekt mit der kolumbianischen Stadt Medellín – einer selten kontrastreichen Metropole. Während sie als Drogenmoloch Weltruhm erlangte, vollzog sich innerhalb von 15 Jahren ein rasanter Wandel zur Vorbildstadt für progressive, nachhaltige Stadtplanung. Nun soll in einem Stadtmuseum ihre Geschichte, Gegenwart und mögliche Zukunftsperspektiven Bürgern und Touristen nachvollziehbar näher gebracht werden. Bauplatz ist die Spitze eines kleinen, stadtmittig gelegenen Hügels, welcher bereits als touristischer Aussichtspunkt gilt und zahlreiche infrastrukturelle Eingriffe aufweist.
Die zentralen Entwurfsaufgaben lagen in der der Herstellung der nötigen städtebaulichen Rahmenbedingungen (Anknüpfung des Hügels und Spitze ans öffentliche Verkehrsnetz, Sicherheit der Hügelzone), der Integration der Baukörper in den Bestand der knapp vorhanden Fläche und der Erschaffung eines Icons mit Rücksichtnahme auf Themen der Nachhaltigkeit. Hier beginnt meine Reise nach Medellín. Manchmal ist es gut nicht zu wissen welche Herausforderungen auf einen warten. Der Masterplan ermöglicht eine sichere und belebte Erschließung des Hügels. Gut proportionierte, maßstäblich sensibel gestaltete neue Baukörper fassen den Bestand zu einem Gesamtensemble. Mit verspielten Ebenen und differenziertem Niveausystem werden Ausblicke auf die gesamte Stadt geschaffen. Eine Stadt lässt sich nun mal am besten von oben begreifen.