The Glass House (© Sackheim, Daniel (2001): The Glass House)

Architektur ist nicht nur das gebaute Umfeld des Menschen, welches ihm Deckung vor äußeren Gefahren gewährt, sondern weckt und beeinflusst darüber hinaus durch ihre Konzeption und Gestaltung auch die Emotionen des Menschen. Diese unbewusste Reaktion des Subjekts auf den Raum ist individuell divergierend. Auch das Urteil über die Unheimlichkeit als Eigenschaft eines Raumes fällt subjektbezogen und unterschiedlich aus.
Das zugrunde liegende Konzept der Arbeit versteht die Unheimlichkeit nicht als klar definierbare Eigenschaft einzelner Bauelemente, sondern als psychoanalytisches Phänomen, welches eine räumliche Komponente aufweist. Diese Komponente lässt sich nicht anhand architektonischer Kategorien erfassen, sondern wird als Prozess verstanden, dessen Rahmenbedingungen und subjektbezogener Kontext die Arbeit untersucht.
Die theoretische Annäherung passiert anhand von Filmbeispielen, da die Arbeit das Medium Film als Mittel zur Betrachtung und Analyse von Architektur und ihrer Beziehung zum Subjekt versteht. Dabei decken die gewählten Beispiele eine Palette verschiedener Baustile ab und widmen sich der Frage wodurch Architektur unheimlich wird.
Die Unheimlichkeit des Heims kann unbewusst durch den Bewohner entstehen oder aber absichtlich von ihm erzeugt werden. Da sich Mensch und Raum gegenseitig beeinflussen, kann die Unheimlichkeit aber auch vom Raum ausgehen und liegt somit auch in der Verantwortung des Planers.