Modellfoto (© Markus Hafner, Univ.Ass. Dipl.-Ing.)

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit einem neuen Ziegelmuseum und der Geschichte des Ziegels in Wien.
Seit 1978 gibt es ein Ziegelmuseum im 14. Wiener Gemeindebezirk Penzing. Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Materie konkretisierte sich die Idee für die zahlreichen Exponate ein großzügigeres Gebäude zu entwerfen. Die Verortung des neuen Museums sollte identitätsstiftend wirken. Ein wichtiger Anhaltspunkt für die Suche nach einem passenden Ort war die Lage historischer und bestehender Ziegelöfen im Raum Wiens. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts wurden im heutigen 4. Wiener Gemeindebezirk 17 Ziegelöfen nachgewiesen.
Der Bauplatz befindet sich genau zwischen zwei ehemaligen Ziegeleien, das Gebäude selbst gehört zu den ältesten auf der Wiedner Hauptstraße. Mein Entwurf sieht eine Umnutzung der bestehenden Substanz vor und wird durch einen Neubau ergänzt. Das Museum ist somit konzeptionell in zwei Teile gegliedert, dem Bestandsgebäude und dem Neubau. Die beiden annähernd L-förmigen Gebäudeteile sind durch einen verglasten Bereich verbunden. Dieser Verbindungsteil ist kennzeichnet sich durch leichte Stege aus, die das Alte mit dem Neuen verbinden. Charakteristisch für den Neubau sind die langen, schmalen Räume, die im Gegensatz zu den eher quadratischen Räumlichkeiten des Bestandsgebäudes stehen. Die vertikale Erschließung des Gebäudes erfolgt über sechs Stiegenhäuser, deren Lage das Konzept der freien Wegfindung im Museum unterstützen.