Ansicht Süd

»Vom Getreide- zum Kulturspeicher.«
Nach der Stilllegung der teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeteile der Anker-Brotfabrik wurde lange Zeit nach einer neuen Nutzung gesucht. Im Jahr 2009 wurde das Areal vor dem Abriss bewahrt. Die Objekte wurden zu Lofts, Ateliers, Schauräumen und Büros umgebaut. Durch die Ansiedlung verschiedener Kulturinstitutionen entwickelte sich der Standort zu einem kulturellen Hotspot.
Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls ein aus dem Jahr 1900 stammender und unter Denkmalschutz stehender Getreidespeicher. Ein kubischer, fünfgeschoßiger Sichtziegelbau mit teilweise fensterloser Fassade.
In diesem Entwurf habe ich mir zur Aufgabe gemacht den alten, denkmalgeschützten Getreidespeicher in das Kulturquartier zu integrieren und ihn in eine kulturelle Nutzung zu überführen. Unter dem Motto ›Fashon & Design‹ könnte ein neuer Treffpunkt für junge Kreative und an Mode und Design Interessierte entstehen. Junge Designer und Modeschaffende hätten die Möglichkeit Arbeitsplätze und Ateliers anzumieten und ihre Kreationen vor Ort auszustellen.
Die Herausforderungen in der Planung waren, neben dem denkmalpflegerischen Ansatz möglichst wenig am Bestand zu verändern, die beinahe fensterlosen Fassaden und das Gebäude auf einen heutigen energetischen Standard zu bringen. Durch den Einsatz von Holzmischbautechnologien entstand eine Symbiose aus Neu und Alt.